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Dec 15, 2020 News

EIN KURZER AUSBLICK AUF DIE NEUEN THUNDERBOLT™4-SPEZIFIKATIONEN VON INTEL

EIN KURZER AUSBLICK AUF DIE NEUEN THUNDERBOLT™4-SPEZIFIKATIONEN VON INTEL

Ahrensburg, 14. Dezember 2020 – Mitte diesen Jahres wurde von Intel der neue Standard Thunderbolt4 offiziell vorgestellt und da nun die ersten bereits mit einem Thunderbolt4 Anschluss ausgestatteten Notebooks und PCs erhältlich sind, lassen selbstverständlich auch die ersten Produkte der Spezialisten von ICY BOX nicht mehr lange auf sich warten. Um die Vorfreude etwas zu verschönern, haben wir die wichtigsten Infos zum neuen Anschluss noch einmal kurz zusammengefasst.            

Das Wichtigste vorab: alles wird einfacher und vieles sogar um Längen besser. Alle technisch möglichen USB 4-Spezifikationen sind für Thunderbolt4 verpflichtend und werden teilweise noch deutlich erweitert. Dazu zählen z.B. die Datenrate – bei USB 4 sind 40 Gbit/s zwar auch möglich, bei Thunderbolt4 sind sie jedoch ebenso zwingend vorgeschrieben, wie die Stromversorgung für angeschlossene Geräte mit bis zu 100 Watt über Power Delivery und die minimale Ladeleistung nun 15 Watt statt 7,5 Watt für z.B. angeschossene Smartphones.

Die Monitorsignale müssen nun entweder gleichzeitig zwei 4K-Monitore oder alternativ einen 8K-Monitor ansteuern können – bei Thunderbolt3 muss nur ein 4K-Display und bei USB 4 lediglich ein Display ohne Mindestauflösung unterstützt werden.

Auch die Mindestanforderungen für die Datenübertragung wurden nun angehoben; bei dem neuen Standard müssen nun vier PCIe-Lanes  (PCIe 3.0 x4)  mit insgesamt 32 Gbit/s möglich sein – bei dem Vorgänger waren noch 16 Gbit/s  (PCIe 3.0 x2) ausreichend.

Ebenfalls verdoppelt hat sich die Anzahl der zusätzlichen Thunderbolt-Schnittstellen, die durch die entsprechenden Dockingstationen bereitgestellt werden können. Über das bekannte Daisy-Chaining können sogar bis zu fünf unterstützte Geräte in Reihe geschaltet werden und sollen in der Praxis beliebige Kombinationen aus DockingStationen und Daisy-Chains erlauben. Computer, die über eine Thunderbolt4-DockingStationen mit Maus und Tastatur verbunden sind, müssen nun bei einer Eingabe das automatische Aufwachen aus dem Ruhezustand unterstützen.  

Gute Neuigkeiten gibt es auch bei den dazugehörigen Kabeln zu vermelden, so können laut Intel die kurzen Thunderbolt3-Kabel auch weiterhin genutzt werden und in Zukunft sollen sogar Kabellängen von bis zu zwei Metern erheblich einfacher und damit günstiger hergestellt werden können. In absehbarer Zeit sollen sogar optische Kabel mit einer Länge von bis zu 50 Metern verfügbar sein.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Thunderbolt4 sowohl zu allen früheren Thunderbolt, als auch zu allen USB Type-C®-Versionen abwärtskompatibel ist. Zur zusätzlichen Sicherheit trägt auch der vorgeschriebene VT-d DMA-Schutz von Intel bei – durch Virtualisierung wird so der Speicherzugriff auf angeschlossene Geräte verhindert.

Um der Hoffnung Intels, dass mit dem Thunderbolt4-Standart nun die „kompletteste und zukunftssicherste Version von USB-C®“ definiert ist, Rechnung zu tragen, stellt Intel seine neue Schnittstelle auch AMD und ARM/Apple zur Verfügung.